DIE NATUR IST NUR SCHÖN,
OHNE MÜLL! 

HILF UNS,
AUF DIE NATUR ACHT ZU GEBEN

Für viele mag sich Naturschutz nach Verboten und Regeln und dadurch sehr langweilig anhören. So muss es aber nicht sein! Natürlich gibt es einige Dinge, die man beachten sollte. Wenn man jedoch versteht, warum in der Natur ein rücksichtsvolles Verhalten wichtig und notwendig ist, wird diese zu einem ganz besonderen Ort des Entdeckens, Erlebens und der Einzigartigkeit. Lass dich inspirieren. 

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NATURSCHUTZ

Das Thema Naturschutz spielt in Zeiten des Klimawandels vermutlich eine größere Rolle als je zuvor. Das ist gut nachvollziehbar, wenn man sich etwas genauer mit der Thematik beschäftigt.  Zum Schutz der Natur beizutragen bedeutet nämlich weit mehr als die am Anfang eines Naturschutzgebietes errichteten Regelschilder zu befolgen. Zu den Aufgabenbereichen des Naturschutzes gehören beispielsweise der Schutz, die Pflege und die Entwicklung von Wasser und Boden, die von wildlebenden Tieren und Pflanzen und der Erhalt der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Natur und Landschaft. Während früher die wirtschaftlichen Zwecke im Vordergrund standen, suchen die Menschen heute Erholung und einen Ausgleich vom Alltag in der Natur. Um diese Bedürfnisse gewährleisten zu können ist es wichtig Wert darauf zu legen, dass die Natur geschützt und erhalten bleibt.

 

Die Natur wie wir sie heute kennen ist das Ergebnis einer langen, regional unterschiedlichen und wechselhaften Entwicklungsgeschichte. Deshalb wird in diesem Zusammenhang auch oft von einer Kulturlandschaft gesprochen. Besonders Flüsse unterlagen starken Veränderungsprozessen. Im 19. Jahrhundert wurden viele Flussausläufe und Flussadern, sogenannte Mäander in den Unterläufen abgeschnitten. Dadurch wurden die Flüsse zwar kürzer aber die Fließgeschwindigkeit erhöht, was den Vorteil eines schnelleren Transportweges auf dem Wasser hatte.

 

Durch diese menschlichen Eingriffe wurden einige natürliche Funktionen von Fließgewässern beeinträchtigt. Ein Fluss ist beispielsweise ein Verbundnetz mit einer Ausbreitungsfunktion für Pflanzen und Tiere. Zudem dient er als Transportweg für Gesteins-und Bodenmaterial und für Nähr-und Schadstoffe. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem, dass Fließgewässer in enger Wechselbeziehung zu benachbarten Lebensräumen wie Auenwäldern und Feuchtwiesen stehen. Allein in Europa gibt es mindestens 3105 spezialisierte Tierarten, die eng an Fließgewässer gebunden sind.

Vielerorts wird zu Gunsten der Natur versucht den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Dafür werden oft alte Karten von früher herangezogen, um den natürlichen Verlauf zu rekonstruieren.

WICHTIGE REGELN ZUM NATURSCHUTZ
FÜR KANUTEN:

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Kanufahren gilt als Natursport. Da andere Expeditionsbegeisterte nach dir die Natur auch erleben und genießen wollen, gilt es ein paar Dinge zu beachten.

AUGEN AUF! 

ES GIBT DINGE IM LEBEN AN DENEN WIR JEDE TAG VORBEI GEHEN SIE ABER NICHT BEACHTEN. 

ACHTE DOCH EINMAL BEWUSST AUF: 

Biber: Die Zahl der Biber im Neckartal hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Allein im Landkreis Tübingen leben 50 bis 60 Biber in 17 Revieren.

Der Biber lebt sowohl in Gewässern als auch an Land, gestaltet sein Lebensraum aktiv und passt ihn seinen Bedürfnissen an.

Das Gewässer, in dem er lebt, muss so tief sein, dass die Eingänge zum Bau unter Wasser stehen und es im Winter nicht zufrieren kann. Ist diese Bedingung nicht gegeben, hebt er durch den Bau eines Damms den Wasserspiegel an. Auf der Kanu-Expedition entdeckst du bestimmt die ein oder andere Spur des Bibers.

Stockente: Mein Partner und ich sehen sehr unterschiedlich aus. Während ich mich mit eher schlichten Federn schmücke, ist mein Partner mit seinem grünen Kopf und dem gelben Schnabel etwas auffälliger gekleidet. In Hinsicht auf die Wahl meines Neststandortes bin ich nicht sehr wählerisch, nur gut versteckt sollte es sein. Ich brüte an den unterschiedlichsten Gewässern, auch in einem Parkteich mitten in der Stadt fühle ich mich durchaus wohl.

 

Blässhuhn: Mich bekommt man sehr oft an Gewässern zu Gesicht. Ich schwimme hoch auf dem Wasser und nicke dabei stets mit dem Kopf. Man beschreibt mich als schwarze, rundliche Ente mit einem weißen Schnabel und Stirn. Ich kann übrigens auch sehr gut tauchen.

 

Kiebitz: Vielleicht kennt der/die ein oder andere mich auch unter dem Namen Regenpfeifer. Ich habe breite, rundliche Flügel und eine auffallend lange dünne Federholle; so wird die lange Feder auf meinem Kopf genannt. Während der Balz zeige ich gerne meine beeindruckenden Flugkünste.

Bachforelle: Man erkennt die Bachforelle an dem spindelförmigen Körper und der stumpfen Schnauze. Der Rücken und die Flanken sind oliv, braun oder grau mit dunklen Flecken. Sie ist eine standorttreue Fischart, die ihr Revier gegenüber Artgenossen verteidigt. Meistens hält sich die Forelle auf dem Grund auf, an der Oberfläche lassen sie sich nur blicken, wenn sie etwas Fressbares gesichtet hat.

 

Flussbarsch: Der Flussbarsch ist eine sehr anpassungsfähige Fischart, die mit vielen Gewässertypen zurechtkommt. Die Jungtiere leben in Schwärmen und halten sich gerne in Ufernähe auf, wodurch die Chance, sie zu Gesicht zu bekommen, relativ hoch ist. Später lösen sich die Schwärme jedoch auf und sie werden zu Einzelgängern. Man kann sie an ihrer gelbgrünen bis graugrünen Färbung, ihrem gedrungenen Körper und dem stumpfen Kopf erkennen. Ein weiteres Merkmal ist die zweigeteilte Rückenflosse mit einem schwarzen Fleck am Hinterrand.

 

Nase: Die Nase gehört zu den Karpfenfischen und hat ihren Namen der weit vorstehenden, stumpfen Schnauze zu verdanken. Der Fisch ist am Rücken grau, an den Seiten silbrig und am Bauch weiß gefärbt. Nasen sind gesellig, bodenorientiert und halten sich am liebsten in schnellfließenden Gewässern auf. Zur Überwinterung ziehen sie sich jedoch an tiefere, strömungsberuhigte Stellen zurück.

Pflanzen geben oft Auskunft über das Klima, den Boden und die Geologie an denen sie sich ansiedeln. An Gewässern und Flüssen wachsen bestimmte Pflanzenarten, die mit der Nässe und eventuellen Hochwässern sehr gut zurechtkommen.

 

Weide: Die Weide ist eine Baumart, die oft in der Nähe von Gewässern vorkommt. Sie bildet zusätzliche Wurzeln am Stamm, sodass sie bei Überflutungen und Hochwasser standhaft bleiben kann. Ein Erkennungsmerkmal der Weide sind die weichen, sogenannten Weidenkätzchen, die im Frühjahr an den Zweigen blühen.

 

Ulme: Es gibt verschiedene Arten von Ulmen. An Gewässern sieht man häufig die Flatter-Ulme da diese besonders gut Überschwemmungen standhalten kann. Wie bei der Weide, breitet auch die Ulme ihre Wurzeln wie Stützen aus, um in durchweichten Böden einen besseren Stand zu haben. Die Blätter der Flatter-Ulme sind an der Unterseite dicht behaart, was sie flauschig macht.

 

Esche: Die Esche bekommt man an Flüssen und Bächen oft zu Gesicht. Im Winter ist sie gut an ihren schwarzen Knospen zu erkennen. Die Blätter der Esche sind gefiederartig angeordnet. Früher wurde die Rinde des Baumes zur Behandlung von Malaria eingesetzt.